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Abenteuer Jurasteig Non-Stop

Als mich vor ein paar Monaten die Mail von Gerhard Börner erreicht mit der Einladung mit Ihm und ein paar anderen
den Jurasteig zu laufen klang das schon gut.
Hier die nackten Daten:
Ein Wanderweg mit einer Länge von 230km, mit 5400 Höhenmetern, eine Zeitvorgabe von anfangs 36 Stunden, als
Gruppe zu laufen und ohne externe Versorgung. Nur Selbstversorgung über das was jeder trägt oder was irgendwo
noch zu kaufen ist.

Im Hinblick auf meine Jahresplanung war mir schnell klar, da muss ich hin. Eine bessere Möglichkeit mich auf einer
solchen Distanz zu testen gibt's selten.
Also hab ich mich nach Absprache mit meiner Familie also bei Gerhard gemeldet und zugesagt.

Mit dabei waren dann später neben mir:
"    Michael Frenz
"    Petra Rösler
"    Jacek Fugiel
"    Marco Domine
"    Gerhard Börner

Vom Namen her kannte ich fast alle, aber eine solche Strecke zusammen zu laufen in einer Gruppe. Auch wenn es fast
unmöglich erscheint, das geht wirklich!

Ein Glück war auch die Teilnahme von Michael Frenz, der durch seine Arbeit bedingt schnell Kontakt aufbauen konnte
zu örtlichen Fremdenverkehrsvereine und der Presse. So das sich am Ende nicht nur ein T-Shirt sondern auch
Verpflegungsstellen in einheimischen Gastronomiebetrieben ergaben.
Die Gemeinden und Städte rund um den Jurasteig waren alle mehr als begeistert von unserem Unternehmen, so was
hatte nämlich noch nie jemand versucht.

Also trafen wir uns am Freitag den 08.04.11 alle im Wirtshaus Stirzer in Dietfurt im Altmühltal. Das war unser Start und
sollte auch wieder unser Zielpunkt sein.
Wir wurden herzlich empfangen und kurze Zeit später auf die Strecke geschickt.

Wir wussten zwar das die ersten 2 Etappen der insgesamt 12 die schwersten werden würden, aber das der Jurasteig
ein richtiger Trail ist haben wir nicht geahnt.
 
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So standen wir schon nach 5km so richtig im Wald und es ging ordentlich rauf und runter auf dem Jurasteig.

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Aber wir waren alle noch frisch und guter Dinge das Wetter war klasse und wir konnten den Trail so richtig genießen.


In Riedenburg gab es dann Abendbrot, gesponsert von der Stadt Riedenburg.

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Durch die erste Nacht werden wir durch zwei Einheimische Läufer begleitet, was uns leider aber nicht vor einem
Verlaufer bewahrt. Der hat uns dann soviel Zeit gekostet das wir den Jurasteig zeitweise verlassen müssen um unser
Zeitlimit nicht zu sehr zu überschreiten.

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Nach der ersten Nacht sind wir alle gut drauf und freuen uns über den anbrechenden sonnigen Tag. Der uns eine tolle
Landschaft mit richtig tollen Trails beschert.
 
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Bevor wir in die zweite Nacht starten werden wir noch von dem Onkel von Michal Frenz umsorgt der uns sogar unsere
Drop-bags bringt sodass wir uns umziehen können.
Ich nutze die Pause um mich ein wenig hinzulegen und zu schlafen.

Die folgende zweite Nacht kommen wir nur noch langsam voran, die Kälte wie auch die Müdigkeit machen allen zu
schaffen. Der Weg ist nur noch schwer zu finden, aber wir geben nicht auf und zum morgen sind wir alle sehr froh das
die Sonne rauskommt und uns wärmt.
Wir kehren spontan zum Frühstück noch in ein Restaurant ein. Dort werden wir sofort erkannt und eingeladen zum
Frühstück.

Frisch gestärkt davon machen wir uns auf die letzten Kilometer zurück nach Dietfurth. Dort angekommen werden wir
sofort von der örtlichen Presse in Empfang genommen. Dann geht es nur noch Essen, Duschen und der Körper will
entweder Literweise Kaffee oder schnellstmöglich SCHLAF.

Wir sind allesamt sehr glücklich, als GRUPPE, eine Strecke von 200 km in einer Zeit von 42 Stunden und 12 Minuten
gelaufen zu haben.
Es war ein echtes Abenteuer! Nächstes Jahr soll wenn die Planungen klappen das ganze als offizieller Wettkampf
ausgeschrieben werden.

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